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Wächter der NachtWächter des TagesWächter des ZwielichtsWächter der EwigkeitWeitereAutor
Wächter des Zwielichts - Sumerechnyi Dozor
 

Geschichte 1: Niemandszeit
Das Geheimnis der Anderen scheint in Gefahr. Sowohl beide Wachen, als die Inquisition bekommen einen anonymen Brief, in dem vom Vorhaben erzählt wird, einen Menschen zu einem Anderen zu machen. Dieser Brief versetzt alle in Aufruhr, und so wird eine Kommission aus der Nachtwache, der Tagwache und der Inquisition gebildet. Anton siedelt sich undercover in eine luxuriöse Wohnsiedlung, von der aus die Briefe verschickt wurden…
 
Geschichte 2: Niemandsraum
Auf dem Land bei der Mutter von Antons Frau Svetlana scheint es die Idylle schlechthin zu sein. Und als zwei Kinder sich im Wald verlaufen, und später erzählen, eine Frau, die im Wald wohnt, habe sie rausgeführt, ist erst mal niemand argwöhnisch. Bis dass bei einem der Kinder das Stottern auf wundersame Weise verschwand. Anton bricht auf zum Haus im Wald und trifft die überaus mächtige Hexe Arina, die über das Buch Fuaran zu wissen scheint. Dieses Buch, eigentlich eine Legende, soll Menschen tatsächlich zu Anderen machen können…
 
Geschichte 3: Niemandskraft
Das Buch Fuaran wurde gefunden – und ist sofort wieder verschwunden. Zurück blieb nur eine verkohlte Leiche eines Grossen Inquisitors. Der Dieb muss ein mächtiger Anderer gewesen sein, und so brechen die Wächter der Nacht, des Tages und der Inquisition auf, um das Buch zu finden...
 
Rezension
 
Das vielleicht stärkste Buch der Reihe, wartet Wächter des Zwielichts mit Antworten auf viele Fragen auf. In diesem Buch wird nämlich die Entwicklung der „Was wäre wenn“ Situation regelrecht ausgeforscht: „Was wäre wenn man Menschen zu Anderen machen könnte“, „… die Menschen von den Anderen wüßten“ und „…es keine Anderen mehr gäbe“. Letztendlich wird die gesamte Natur der Anderen in diesem Buch unter die Lupe genommen und erklärt. Es ist nämlich so, dass die Anderen nicht stärker sind, als die Menschen, sondern schwächer…
Storytechnisch ist Lukianenko wieder in Topform, und bietet viele interessante Einblicke. Einerseits ins Mikrokosmos eines luxuriösen Apartmentgebäude für Neureiche, wo nur einige Wohnungen überhaupt belegt sind, und von denen noch weniger bewohnbar… dann das traditionelle Dorfleben auf dem Land, mit Blick auf den postsowjetischen Niedergang der Landwirtschaft – und am Ende eine Zugreise nach Kasachstan, auf der Jagd nach dem Buch Fuaran.
 
In diesem Teil bekommt Kostja, Nachbar von Anton und Vampir, eine höhere Rolle. Im ersten Buch wurde dieser Charakter eingeführt, im zweiten begann er seinen Dienst bei der Tagwache. Dieser Charakter unterläuft eine sehr interessante Entwicklung, vor allem in Hinblick seiner Beziehung zu Anton. Interessanterweise wurde Lukianenko, der das Buch nach dem Erscheinen des ersten Films schrieb, in seiner Charakterisierung von Kostja durch die Darstellung von Aleksei Chadov stark beeinflusst, die er ins Buch einfließen ließ. Auf diese Weise gab der Film auch dem Buch etwas zurück.
 

Wächter des Zwielichts
ISBN: 3453531981
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Sumerechnyi Dozor
Russische Fassung
ISBN: 5170210884
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Eine andere Geschichte ist das Aufbauen einer Freundschaft zu einem Menschen – etwas, was vorher kaum thematisiert wurde, denn aus vorherigen Teilen wissen wir, dass die Anderen es vorziehen, unter sich zu bleiben. Und zwar lernt Anton einen interessanten Typen namens Lass kennen. Dieser existiert übrigens tatsächlich und ist ein Freund von Sergej Lukyanenko – und Autor von schwer jugendgefährdenden (aber urkomischen) Liedern, die auch im Buch vorkommen. Wobei diese durch die deutsche Übersetzung etwas verwässert wurden. „Früher, was habe ich da für Geschäfte gemacht!“ ist eben nicht dasselbe wie „Früher, was hab ich Eingeweiden ausgequetscht“, wie es im russischen Original hieß. Und auch sonst liest sich hier die Übersetzung teilweise etwas holprig. „Penka“ der Milch wird mit „Schaum“ übersetzt, wobei es aber die Filmschicht bezeichnet, der sich beim Kochen auf der Milch bildet. Aber das sind Details, die den Gesamteindruck nicht wirklich zu schmälern vermögen.
 
Urteil: so ziemlich das stärkste von den Wächter-Büchern, mit Verbindungen zur russischen Folklore.
 
Zur Leseprobe (auf Heyne.de)
 

 
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