
Russische Skinheads, Hooligans, Nationalisten, Faschisten und Rassisten sind am "Tag der nationalen Einheit" zum Kutosowskij Prospekt gekommen. Fahnen schwenkend marschieren sie in Reih und Glied am Ufer des Moskau-Flusses entlang zum Hotel "Ukraina" gegenüber des "Weißen Hauses", dem Sitz der Regierung.
"Russland den Russen", brüllen die Demonstranten im Chor, dann folgen die Losungen: "Für eine slawische, russische Nation", oder "slawisch, russisch, mächtig!" Zwischendurch strecken sie den rechten Arm zum Hitlergruß aus. "Slawisches Russland" brüllen sie dabei lautstark, gefolgt von Trommelwirbel.
Dennoch lässt der Kreml die Ultrarechten am Staatsfeiertag der "nationalen Einheit" marschieren und stellt Tausende Sicherheitsbeamte ab, um den aggressiven Mob unter Kontrolle zu behalten. "Um die Macht des autoritären Staates zu demonstrieren, sind die Nazis als Schreckgespenst durchaus gewollt", sagt Umland. Damit legitimiere Präsident Wladimir Putin den autoritären Staat, um davor zu warnen, dass sonst diese Ultrarechten an die Macht kommen könnten. Auf der anderen Seite hat die Zentrale Wahlkommission die Partei "Heimat" unter der Führung von Dimitrij Rogosin nicht zur Duma-Wahl zugelassen.
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